 |  Krisenprävention
Seit 1945 haben weltweit über 200 Kriege stattgefunden, über 90 % davon in Entwicklungs- und Transformationsländern. Die Entstehung von Konflikten und Krisen ist meist strukturell bedingt; ihre Ursachen liegen häufig in wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten, in Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit, im Mangel an demokratischen Strukturen, in der Missachtung von Menschenrechten sowie in der Zerstörung sozialer und kultureller Identität.
Da Konflikte fester Bestandteil gesellschaftlicher Prozesse sind, kommt es darauf an, die Fähigkeit zu stärken, auf konstruktive und friedliche Weise damit umzugehen und der Entstehung von Krisen vorbeugend (präventiv) entgegenzuwirken. Friedenssicherung durch Krisenprävention und gewaltfreie Konfliktlösung sind vorrangige Aufgaben der internationalen Gemeinschaft. Zentrale Aufgabe der Krisenprävention ist der Abbau struktureller Konfliktursachen.
In akuten Konfliktlagen stehen Vertrauen stiftende Maßnahmen im Vordergrund, z. B. Dialogprogramme, Förderung von Friedensallianzen, Demobilisierungsmaßnahmen usw. In der Konfliktfolgezeit ist die Festigung des Friedens eine besonders wichtige Präventionsstrategie; eine weitere Aufgabe besteht im Abbau von Waffenarsenalen durch gezielte Begrenzung der Militärausgaben und Reduzierung der Rüstungsexporte.
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