Entwicklungspolitik / A / AIDS (engl. aquired immune deficienc..
Kleines Lexikon von A bis Z



Abhängigkeit, strukturelle


Abkoppelung (Dissoziation)


ADLAF (Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung)


Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung (ADLAF)


Adveniat


AFDB (auch ADB - African Development Bank)


Afrikanische Entwicklungsbank (AFDB)


AFTA (ASEAN Free Trade Area)


Asiatische Freihandelszone (ASEAN Free Trade Area; AFTA)


Agenda 21


Agrarreform


AIDS (engl. aquired immune deficiency syndrome = erworbenes Immunschwächesyndrom)


Akkulturation


Akkumulation (Kapitalbildung)


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Aktionsgruppen, entwicklungspolitische


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Alphabetisierung


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Angepasste Entwicklung


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APEC (Asian Pacific Economic Cooperation)


Asian Pacific Economic Cooperation (APEC)


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Association of South-East Asian Nations (ASEAN)


Assoziierung


AU (Afrikanische Union)


Afrikanische Union (AU)


Außenhandelstheorie


Außenhandelspolitik


Autozentrierte Entwicklung


Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade; GATT)

AIDS (engl. aquired immune deficiency syndrome = erworbenes Immunschwächesyndrom)

Diese erst im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts diagnostizierte, durch Blut übertragbare epidemische Krankheit hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer globalen gesundheitspolitischen und sozialökonomischen Herausforderung entwickelt. Die Infektion erfolgt sowohl durch heterosexuelle (vor allem in Entwicklungsländern) und homosexuelle (vorwiegend in Industrieländern) Übertragung, durch Übertragung von infizierten Müttern auf ihre neugeborenen Kinder, durch Drogenkonsum (infizierte Spritzen) und durch Bluttransfusionen.

Ende 2003 betrug die offizielle Zahl der HIV-Infizierten (HIV = human immunodeficiency virus = Aidserreger) ca. 40 Mio. Ihre tatsächliche Zahl dürfte wesentlich höher liegen. Allein 2003 wurde die Krankheit auf mehr als 5 Mio. Menschen übertragen, und die Tendenz ist steigend.

Seit ihrem Ausbrechen sind bis Ende 2003 fast 35 Mio. Menschen an der Seuche gestorben, allein im Jahr 2003 etwa 3 Mio. Weltweit hat sich die Epidemie stärker ausgebreitet als noch vor zehn Jahren angenommen. Inzwischen ist AIDS global zur vierthäufigsten Todesursache geworden, in einigen am stärksten betroffenen Ländern sogar die häufigste. Die höchsten Infektionsraten weisen zahlreiche Länder in Afrika südlich der Sahara auf. Etwa 70 % aller weltweit Infizierten leben in dieser Region. In jüngster Zeit breitet sich die Immunschwächekrankheit auch in Lateinamerika, in (Südost)asien und neuerdings auch in Osteuropa (ehemalige COMECON-Staaten) immer rascher aus.

Armut, ein unzureichendes Bildungs- und Gesundheitswesen, sexuelle Gewalt, Prostitution, Trennung von der Familie (Migration) und Drogenkonsum bilden den Hauptnährboden für die Ausbreitung der Krankheit. In manchen Ländern behindern kulturelle Tabus (Ausgrenzung der Erkrankten) ihre Bekämpfung.

Von Aids betroffen sind in erster Linie wirtschaftlich bedeutsame Altersgruppen; das hat für die am stärksten befallenen Regionen tiefgreifende ökonomische und soziale Folgen. Da derzeit eine durchgreifende Heilung der Erkrankten noch nicht möglich ist, sind Vorbeugung durch Aufklärung sowie pflegerische Maßnahmen die wichtigsten Mittel, die Ausbreitung der Krankheit und das Leid der Erkrankten zu mindern.

Zur Bekämpfung von Aids wurde 1996 das "Global Programme on Aids" (GPA) durch die Gründung von UNAIDS abgelöst.

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