Entwicklungspolitik / A / AKP-Staaten *
Kleines Lexikon von A bis Z



Abhängigkeit, strukturelle


Abkoppelung (Dissoziation)


ADLAF (Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung)


Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerika-Forschung (ADLAF)


Adveniat


AFDB (auch ADB - African Development Bank)


Afrikanische Entwicklungsbank (AFDB)


AFTA (ASEAN Free Trade Area)


Asiatische Freihandelszone (ASEAN Free Trade Area; AFTA)


Agenda 21


Agrarreform


AIDS (engl. aquired immune deficiency syndrome = erworbenes Immunschwächesyndrom)


Akkulturation


Akkumulation (Kapitalbildung)


AKP-Staaten *


Aktionsprogramm 2015


Aktionsgruppen, entwicklungspolitische


Allgemeine Erklärung der Menschenrechte


Allgemeines Präferenzsystem


Alphabetisierung


Amnesty international


Analphabeten/Analphabetismus


Andenpakt/-gemeinschaft


Angepasste Entwicklung


Angepasste Technologie


Apartheid


APEC (Asian Pacific Economic Cooperation)


Asian Pacific Economic Cooperation (APEC)


Arabische Liga


Arbeitslosigkeit


Arbeitsteilung, weltwirtschaftliche/internationale


Armut


Artenschutz


ASEAN (Association of South-East Asian Nations)


Association of South-East Asian Nations (ASEAN)


Assoziierung


AU (Afrikanische Union)


Afrikanische Union (AU)


Außenhandelstheorie


Außenhandelspolitik


Autozentrierte Entwicklung


Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade; GATT)

AKP-Staaten

Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Raums, die bei Gründung der EWG 1957 Kolonien von Mitgliedstaaten der EWG waren und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft assoziiert wurden. Nach Erlangung ihrer Selbstständigkeit blieben sie der EG/EU mit Präferenzen gegenüber anderen Entwicklungsländern assoziiert.

1975 schloss die EG mit den damals 46 AKP-Staaten das Lomé-Abkommen. Seither sind fünf aufeinander folgende Abkommen - zunächst mit fünfjähriger Laufzeit, ab 1990 mit zehnjähriger Laufzeit - abgeschlossen worden. An die Stelle der Lomé-Abkommen trat am 23. 06. 2000 das im afrikanischen Benin abgeschlossene Abkommen von Cotonou mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Seit 1975 hat sich die Zahl der AKP-Länder auf 78 (mit Kuba: 79) erhöht: 48 Länder Afrikas, 15 (bzw. 16) der Karibik und 15 des pazifischen Raumes.

Die Abkommen beinhalten Handelserleichterungen, Kapital- und technische Hilfe für die Beitrittsländer. Das 5. Abkommen und das Abkommen von Cotonou knüpfen die Forderung der einzelnen Länder an grundlegende Bedingungen wie Einhaltung der Menschenrechte, demokratische Staatsführung, Rechtsstaatlichkeit und verantwortungsvolle Regierungsführung ("good governance"), Gleichberechtigung von Mann und Frau, Beachtung der Grundsätze nachhaltiger Entwicklung, Unterstützung politischer und institutioneller Reformen.

Die Zusammenarbeit zwischen EU und AKP-Staaten wird aus dem Europäischen Entwicklungsfonds finanziert. Er ist für die Zeit von 2000 bis 2005 mit 13,5 Mrd. Euro ausgestattet.

AKP-Staaten in Afrika (48)

Äquatorialguinea
Äthiopien
Angola
Benin
Botsuana
Burkina Faso
Burundi
Dschibuti
Elfenbeinküste
Eritrea
Gabun
Gambia
Ghana
Guinea
Guinea-Bissau
Kamerun
Kap Verde
Kenia
Komoren
Kongo, Demokratische Republik
Kongo, Republik
Lesotho
Liberia
Madagaskar
Malawi
Mali
Mauretanien
Mauritius
Mosambik
Namibia
Niger
Nigeria
Ruanda
Sambia
São Tomé und Príncipe
Senegal
Seychellen
Sierra Leone
Simbabwe
Somalia
Sudan
Südafrika (zurzeit keine Begünstigung im Rahmen des Abkommens)
Swasiland
Tansania
Togo
Tschad
Uganda
Zentralafrikanische Republik


AKP-Staaten in der Karibik (15 / 16)

Antigua und Barbuda
Bahamas
Barbados
Belize
Dominica
Dominikanische Republik
Grenada
Guyana
Haiti
Jamaika
Kuba (Abkommen beigetreten, aber noch nicht unterzeichnet)
St. Kitts und Nevis
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadinen
Suriname
Trinidad und Tobago


AKP-Staaten im Pazifischen Raum (15)

Cookinseln
Fidschi
Föderierte Staaten von Mikronesien
Kiribati
Marshallinseln
Nauru
Niue
Palau
Papua-Neuguinea
Salomonen
Samoa
Timor-Leste
Tonga
Tuvalu
Vanuatu

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