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Zentrum-Peripherie-Modell



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Zentrum-Peripherie-Modell

Zentrum-Peripherie-Modelle versuchen, das Beziehungsverhältnis zwischen Zentren (Industrieländer) und Peripherie (Entwicklungsländer) in der gegenwärtigen Weltgesellschaft zu erfassen. Der Ursprung dieses Modells geht auf R. Prebisch (1949) zurück. Grundannahme ist eine hierarchische Struktur der Staatenwelt, die durch die internationale Arbeitsteilung und den kapitalistischen Weltmarkt entstanden ist. Die Industrieländer (IL) als die am höchsten entwickelten kapitalistischen Länder bilden das Zentrum, die Entwicklungsländer (EL) die Peripherien. Ausgehend von der einseitigen Abhängigkeit der Rohstoffländer (EL) von den IL wird behauptet, dass Entwicklung (in den IL) und Unterentwicklung (in den EL) die Folge einseitiger Abhängigkeit der EL von den IL sei.

Das Modell von R. Prebisch steht in auffälligem Gegensatz zu den Aussagen der klassischen/neoklassischen Außenhandelstheorie. Die zentrale Aussage Prebischs, dass die sich verschlechternden terms of trade der EL die Ursache der Unterentwicklung in den Peripherien seien, lässt sich in dieser allgemeinen Form nicht aufrecht erhalten.

Eine Modifizierung des Zentrum-Peripherie-Modells von R. Prebisch erfolgte insbesondere durch J. Friedmann. Seine wesentlichen Kernthesen lauten:
- Grundlegende interregionale Strukturunterschiede können zur Bildung von Zentren und davon abhängigen peripheren Gebieten führen.
- Zentrum und Peripherie bilden ein geschlossenes System und sind durch Autoritäts-Abhängigkeitsbeziehungen miteinander verbunden.
- Zur Überwindung solcher Autoritäts-Abhängigkeitsbeziehungen müssen die peripheren Regionen Zentralitätseigenschaften erringen. Mittel zur Erreichung dieses Ziels sind Evolution/Innovationen und unter Umständen Revolution.

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