Entwicklungspolitik / Z
Zivilgesellschaft



Zahlungsbilanz


Zentrum-Peripherie-Modell


Zielgruppenorientierung


Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft

Der Begriff ist höchst komplex und lässt unterschiedliche Auslegungen zu. Im weitesten Sinne bezeichnet er unter entwicklungspolitischen Aspekten alle Aktivitäten in Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit außerhalb der öffentlichen (staatlichen) Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit, deren Träger neben internationalen Organisationen (z. B. UN) und staatlichen Zusammenschlüssen (z. B. Europäische Union) Bund, Länder, Gebietskörperschaften und Gemeinden sind.

Träger zivilgesellschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit sind neben der privaten Wirtschaft die große Fülle von Nichtregierungsorganisationen, die Kirchen, Verbände, Vereine, Initiativen usw. Zivilgesellschaftliche Entwicklungszusammenarbeit ergänzt die staatliche Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit "von oben" durch entsprechende selbst organisierte Aktivitäten "von unten". Viele Entwicklungsprobleme werden auf lokaler Ebene verursacht, dort müssen auch Lösungen mit breiter Bürgerbeteiligung gefunden werden.

Darüber hinaus erstrecken sich zivilgesellschaftliche Aktivitäten auch auf die Einmischung in die politische Entscheidungsfindung sowohl auf internationaler Ebene (z. B. bei großen UN-Konferenzen oder beim Weltwirtschaftsgipfel) als auch auf nationaler Ebene.

© OMNIA VERLAG GMBH IMPRESSUM | RECHTLICHE HINWEISE