 |  Brady-Plan
Vorschlag des ehemaligen US-Finanzministers Nicholas Brady von 1989 zur Lösung der Verschuldungskrise der Entwicklungsländer.
Brady ging davon aus, dass es sich in den Entwicklungsländern um ein Zahlungsunfähigkeitsproblem handelte. Er schlug vor, dass die am höchsten verschuldeten Länder mit mittlerem Einkommen durch freiwillige Vereinbarungen zwischen ihnen und Geschäftsbanken einen Abbau der Altschulden bzw. des Schuldendienstes erreichen sollten. Als Möglichkeiten schlug er vor: den Rückkauf von Schuldtiteln (debt-buy-back), den Tausch von Schuldtiteln gegen Beteiligungskapital (debt-equity-swap) oder Vereinbarung niedrigerer Zinsen bei längeren Laufzeiten.
Bedingung für ein Umschuldungsabkommen im Rahmen des Brady-Plans ist u. a. die Vereinbarung eines mittelfristigen Strukturanpassungsprogramms mit dem IWF und der Weltbank.
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